Musikalische Straßen in Japan

Dass Japaner musikbegeistert sind, ist ja hinlängst bekannt. Nun versucht in Japan das Hokkaido Industrial Research Institute den musikalischen Spieltrieb ihrer japanischen Landsleute zur Geschwindigkeitskontrolle auf öffentlichen Straßen zu nutzen. Auf drei „Musikalischen Straßen“ werden in unterschiedlichen Abständen Rillen in die Straße gesetzt (kennt man ja auch von Straßenmarkierungen). Je nach Abstand der Rillen – und natürlich nur bei der richtigen Geschwindigkeit – entstehen im Autoinneren Töne unterschiedlicher Höhe. Auf diese Weise können ganze Musikstücke mit dem Auto im wörtlichen Sinne „erfahren“ werden. Die Straßen sind mit überdimensionalen – und natürlich sehr bunten – Noten gekennzeichnet.

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Ich möchte jetzt nicht zu sehr auf Japan-Stereotypen herumreiten, aber mir scheint das Ganze dann doch etwas zu absurd. Hier seien nur mal drei beispielhafte Punkte genannt:
1.) Die Soundqualität ist schrecklich
2.) Auf Dauer ist es eine unglaublich nervige Lärmbelästigung – sowohl für Insassen als noch viel mehr für Anwohner und Umwelt (Stichwort akustische Umweltverschmutzung)
3.) Nicht zuletzt dürfte jedes Auto als Klangkörper anders klingen

Verfasser: Cornelius Ringe

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