Klingendes Papier aus Schweden: Paper Four

Wer Wilbert Hirsch kennt, der hat sicher auch schon mal von seiner Vision gehört, dass in Zukunft auch die Produktverpackungen audio-visuell animiert sein werden. Sein Lieblingsbeispiel ist dabei eine Sequenz aus „Minority Report“, in der animierte Cartoons auf einer Packung Cornflakes rumalbern.
Jetzt scheint dies mit der vierten Generation von schwedischen Papierprodukten, „Paper Four“, nicht mehr in allzu weiter Ferne zu liegen.
Die Mid Sweden University hat in Kooperation mit der schwedischen Papierindustrie im Rahmen des Forschungsprogramms Fiber Science and Communication Network (FSCN) ein Verfahren entwickelt, in dem durch mit leitungsfähiger Tinte ganze Lautsprechersysteme auf ein Papier aufgedruckt werden können. Auf diese Weise bekommt das Papier seine dritte Dimension: Sound! Als erste mögliche Anwendungsgebiete werden Werbeplakate und Produktverpackungen genannt.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Bezüglich der akustischen Umweltverschmutzung bleibt uns nur zu hoffen, dass dieser neue Acoustic Touch Point von Werbetreibenden nicht hoffnungslos überstrapaziert wird. Je mehr Möglichkeiten eine Marke zur Kommunikation hat, desto höher ist auch ihr Beratungsbedarf. Lauter ist nicht automatisch besser!

Das Prinzip der Schallerzeugung durch Papier ist übrigens recht alt: früher wurden in elektromagnetischen Lautsprechern Papiermembrane eingebaut. Das Paper Four kann also durchaus einen passablen Sound produzieren!

Verfasser: Cornelius Ringe

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